Region Hannover setzt auf Umnutzung bestehender Gebäude zur Entschärfung der Wohnungskrise
Region Hannover setzt auf Umnutzung bestehender Gebäude zur Entschärfung der Wohnungskrise

Region Hannover setzt auf Umnutzung bestehender Gebäude zur Entschärfung der Wohnungskrise 13. März 2026 Umbau statt Neubau: Bestand als Hoffnungsträger für bezahlbares WohnenDie Region Hannover hat ihre Wohnraumförderung neu ausgerichtet und setzt künftig gezielt auf die Umnutzung vorhandener Gebäude. Ein Ausschuss verabschiedete diese Woche ein Programm, das Fördermittel vorrangig auf Umbauprojekte lenkt statt auf teure Neubauten.Hintergrund ist die dramatische Verknappung bezahlbarer Mietwohnungen und die erhebliche Verteuerung klassischer Neubauvorhaben. Explodierende Baukosten und hohe Zinsen haben zahlreiche Neubauprojekte zum Erliegen gebracht. Die neue Strategie sieht vor, leerstehende Büros in Wohnungen umzuwandeln, Einfamilienhäuser in Mehrfamilienhäuser zu transformieren und Dachgeschosse auszubauen.Pragmatische Reaktion auf ein strukturelles ProblemDie Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke betont, dass bisherige Förderangebote von Investoren oft nicht genutzt wurden, weil viele Neubaukonzepte wirtschaftlich nicht mehr tragfähig seien. Christian Hinrichs, sozialpolitischer Sprecher der Grünen in der Region, sagt, die Lücke auf dem Wohnungsmarkt lasse sich durch Neubau allein nicht schließen.Bundesweit fehlen laut Sozialem Wohn Monitor 2026 rund 1,4 Millionen bezahlbare Wohnungen.In der Region Hannover beziffert das Pestel Institut das Defizit auf etwa 14 500 Wohnungen.Die Prognose: Nur rund 200 000 Wohnungen pro Jahr werden fertiggestellt, deutlich weniger als benötigt.Politische Instrumente und direkte MarktinterventionenNeben der Förderung von Umnutzungen plant die Region verstärkte direkte Eingriffe in den Markt. Geplant sind finanzielle Unterstützung für den Ankauf von Grundstücken, verstärkte Käufe von Belegungsrechten und garantierte Mietzahlungen an Vermieter, um Wohnungen für Berechtigte zu sichern. Auf Bundesebene soll die Regelung Bau Turbo beschleunigte Verfahren ermöglichen, vor allem für Nachverdichtung und Aufstockung.Ökologie trifft WohnungsbauDer Umbau bringt zudem ökologische Vorteile: Er spart graue Energie, reduziert Emissionen gegenüber Abriss und Neubau und schont innerstädtische Flächen. Die Herausforderung bleibt, Klimaschutz und bezahlbares Wohnen zugleich zu realisieren.AusblickDie Regionsversammlung muss dem Programm am 21. April final zustimmen. Bei Zustimmung rechnen die Verantwortlichen mit einem Start zur Jahresmitte. Gelänge der Ansatz, könnte er als Modell für andere Metropolregionen dienen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass ohne mehr Fördermittel und vereinfachte Vorschriften die Lücke von 1,4 Millionen Wohnungen kaum zu schließen sei. Der Bericht stützt eine Nachricht von: ad-hoc-news.de



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